Bruni Adler verbrachte ihre Kindheit in Engen, besuchte das Hegau-Gymnasium in Singen und studierte Sozialpädagogik in Tübingen. Sie liest aus ihren Büchern: Bevor es zu spät ist – Begegnungen mit der Kriegsgeneration; Geteilte Erinnerung – Polen Deutsche und der Krieg; Zerrissenen Leben – Hitler, Stalin und die Folgen.

Darin kommen Männer und Frauen zu Wort, deren Erinnerungen in der inszenierten und veröffentlichten Meinung über den Zweiten Weltkrieg keinen Platz gefunden haben. Sie erzählen vom Leid und Elend der Soldaten und Zivilbevölkerung, wobei Stereotypen von Tätern und Opfern, Helden und Verrätern verblassen.

„Die Geschichten, die Bruni Adler erzählt, weisen in ein Gelände, das noch nicht erkundet worden ist. Sie eröffnen ein Feld, auf dem jene ihre Stimme erheben, die nicht sprechen konnten“, sagt Prof. Jörg Baberowski, Humbold-Universität Berlin.

Christel Hahn wird über ihren Vater erzählen, der sieben Jahre als Soldat diente und anschließend drei Jahre in den Gefangenenlagern am Rhein und in Frankreich verbrachte.

Der ehemalige US-Offizier Merrit Drucker erfuhr während seiner Stationierung in Deutschland von der Behandlung der deutschen Kriegsgefangenen in den Rheinwiesenlagern durch die US Streitkräfte. Seit seiner Pensionierung recherchiert er über diese Lager und wird über seine Arbeit und Erfahrungen berichten.

In der zweiten Hälfte der Veranstaltung gibt es Gelegenheit zum Gespräch mit den Vortragenden. Moderiert wird dieser Austausch von Ina Lindauern von der deutsch-schweizer Initiative Kriegsenkel Bodensee.

25. Januar 2017, 19:30
Bürgerzentrum Linde, Tengen-Büsslingen

Written by Christel Hahn